Landwirtschaft

Seit dem Sommer 2013 befindet sich unser gesamter Betrieb in der sogenannten Umstellungsphase. Diese dauert zwei Jahre, so dass die Ernte 2016 dann die erste voll anerkannte Bioernte ist. Bis dahin wird natürlich schon der gesamte Betrieb nach den  Bioland-Richtlinien bewirtschaftet. Statt der Unkrautbekämpfung mit der Pflanzenschutzspritze wird gestriegelt und gehackt und vieles über die erweiterte Fruchtfolge reguliert. Wir bauen jetzt auch heimische Eiweißpflanzen, wie Ackerbohnen und Erbsen an.In diesem Jahr werden wir erstmalig versuchsweise auch eine kleine Fläche mit Sojabohnen bestellen. All diese Pflanzen sind wichtige Eiweißlieferanten für unsere Tiere.

Das Futter stammt zum größten Teil von unseren eigenen Flächen. Fehlende Futterkomponenten bekommen wir von Biobetrieben aus der Region. Den Mist und Jauche fahren wir als Dünger wieder auf unsere Äcker und schließen somit den Kreislauf. Wir bauen mehr Kulturen als bislang an, unter anderem auch Kleegras, welches den Stickstoff aus der Luft bindet und somit den nachfolgenden Kulturen zur Verfügung stellt. Das Kleegras wird auch für unsere Schweine zu Silage verarbeitet. Die Erträge werden gegenüber dem konventionellen Anbau um ca. 50% geringer ausfallen, was auch daran liegt, dass keine chemischen Pflanzenschutzmittel und keine synthetisch hergestellten Mineraldünger mehr eingesetzt werden.

 

Für die Direktvermarktung werden wir auch zwei kleine Flächen mit Kartoffeln und Kürbis bestellen.
Die höheren Preise für Bioprodukte entstehen durch die geringeren Erträge und den höheren Arbeitsaufwand, der z.B. durch die mechanische Unkrautbekämpfung entsteht.